Artikel zur Kategorie SPPMB


24. Jul 2020

Wir unterstützen die Stellungnahme zur Genomeditierung

Mit ihrer derzeitigen Regulation der neuen Methoden für Präzisionszüchtung stechen EU und Neuseeland heraus (nach Schmidt, Belisle, Frommer (2020), EMBO Rep 2020, e50680, https://doi.org/10.15252/embr.202050680)

Heute appellieren 132 Europäische Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Verbände an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission die bestehende europäische Richtlinie für die Präzisionszüchtung für Pflanzen, auch Genomeditierung genannt, zu überarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Genomeditierung zu berücksichtigen.

Diese moderne Methode unterstützt

  • die Schonung natürlicher Ressourcen
  • das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) der Vereinten Nationen
  • die Umsetzung des Green Deal der Europäischen Union (EU)
  • die Realisation der Farm-to-Fork-Strategie der EU

Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse liegen dazu bereits vor. Daher unterstützt unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie das heutige Statement des European Sustainable Agriculture through Genome Editing (EU-SAGE) Netzwerkes, unter der die oben genannten Institutionen vereint sind.

Lesen Sie die öffentliche, ins deutsche übertragene Stellungnahme bei unserer Muttergesellschaft DBG

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20. Feb 2020

Preis für Wissenschaftskommunikation an Robert Hoffie

Robert Hoffie, Doktorand am IPK. Foto: Iris Koeppel

Erstmals haben wir unseren neuen Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen. Die Auszeichnung ging an Robert Hoffie, Doktorand am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK). Als @ForscherRobert engagiert sich der Pflanzenforscher in Sozialen Medien, erklärt geduldig den Stand der Forschung über moderne Methoden in der Pflanzenforschung und scheut - wenn es nötig ist - auch nicht die Auseinandersetzung mit Politikern.
„Wenige andere Pflanzenwissenschaftler sind so engagiert in den sozialen Netzwerken wie Robert Hoffie“, sagte Prof. Dr. Stefan Rensing, Sprecher der Sektion. Er wünsche sich mehr Wissenschaftler wie Robert Hoffie, die unsere Themen in die Öffentlichkeit tragen und unsere Sichtbarkeit erhöhen.

Die Auszeichnung verlieh die Sektion am 13. Februar, während der jährlichen Konferenz Molecular Biology of Plants in Dabringhausen (Nordrhein-Westfalen). „Der Preis ist für mich Motivation und Bestätigung zugleich“, erklärte Robert Hoffie. Denn der aktuelle Stand der Wissenschaft sei das Beste, was wir haben, um zu fundierten Einschätzungen zu kommen. "Worauf, wenn nicht darauf, sollen wir unsere Einschätzungen denn künftig sonst stützen?“ fragt sich der 28-Jährige. Zwar könne die Wissenschaft nicht die Politik ersetzen, werde aber selbst immer mehr zu einem gesellschaftlichen Akteur.

Quelle: IPK beim idw

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24. Sep 2019

Neue Sektions-Sprecher gewählt

Stefan Rensing und Andrea Bräutigam nach der Wahl. Foto mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Lichtenthaler

Prof. Dr. Stefan Rensing (Philipps-Universität Marburg) ist erster Sprecher unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) und Prof. Dr. Andrea Bräutigam (Universität Bielefeld) stellvertretende Sektionssprecherin. Das hat die Mitgliederversammlung der Sektion während ihres Treffens bei der diesjährigen Botanikertagung am 17. September in Rostock entschieden. Rensing, bislang zweiter Sprecher, folgt auf Prof. Dr. Andreas Weber (Heinrich Heine Universität Düsseldorf), der sich nach zehn Jahren nicht mehr zur Wiederwahl stellte.

25. Jul 2019

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der mehr 200 Mitglieder organisiert sind, appelliert an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Zum gemeinsamen Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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10. Nov 2018

Obituary and Tribute: Martin Bopp, 1923–2018

On August 30, 2018, Professor Emeritus Martin Bopp, an internationally highly regarded botanist and former director of the Botanical Institute at the University of Heidelberg, died in Wuppertal, Germany, at the age of 95 years. Professor Hartmut Lichtenthaler (Karlsruhe Institute of Technology, KIT, Karlsruhe, Germany and former speaker of our Section of Plant Physiology and Molecular Biology) and Rüdiger Hell (Bopps successor at the chair Molecular Biology of Plants, Centre for Organismal Studies, COS, Heidelberg, Germany) summarize his academic career as well as his other academic activities in their obituary in the Journal of Plant Physiology (DOI: 10.1016/j.jplph.2018.10.016). Plant physiologist Bopp besides many other honours and obligations served as deputy speaker of our Section of the German Society of Plant Sciences (Deutsche Botanische Gesellschaft, DBG) from 1980 – 1982 (see: Gründung und Geschichte der Sektion). The authors remind us of an esteemed scientific friend and an inspiring and enthusiastic academic teacher. Several images round off the obituary.

Source: Journal of Plant Physiology

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14. Dez 2017

Update: Sektionsgeschichte

Prof. Lichtenthaler hat die Sektionsgeschichte nochmals deutlich erweitert und mit Fotos sowie weiteren historischen Dokumenten abgerundet. Ihm gilt ganz herzlicher Dank! Hier geht es zur ganzen Geschichte:

Die Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie wurde 1978 parallel zur europäischen Föderation der Pflanzenphysiologen (Federation of European Societies of Plant Physiology, FESPP) gegründet. Zunächst noch unter anderem Namen. Prof. Dr. Hartmut Lichtenthaler hat mit den bisherigen Vorsitzenden gesprochen, zusammengestellt, welche Hürden sie nahmen und welche Neuerungen sie einführten und hat so die Geschichte der Sektion zusammengetragen. Er berichtet von den Gründungsvätern, der Wiedervereinigung mit den Kollegen aus der ehemaligen DDR und der Etablierung der berühmten Tagung in Dabringhausen.

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Über uns

Die Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie ist das unabhängige Netzwerk für Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie im Genomzeitalter. Gemeinnützig vereint die größte Expertengruppe in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) alle Forschergenerationen, unterstützt gemäß ihrer Satzung Forschung und Lehre und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Für ihre rund 200 Mitglieder spricht die Sektion in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Sie veranstaltet jedes Jahr die renommierte Tagung Molekularbiologie der Pflanzen in Dabringhausen. Bei diesem Treffen und über ihre Stellenbörse bringt die Sektion den wissenschaftlichen Nachwuchs und etablierte Experten zusammen.

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